Alice im Wunderland

| Garrett Keast

NDR Sinfonieorchester auf Kampnagel

Dirigent
Garrett Keast
Solistin
Susan Bickley, Mezzosopran
Claire Booth, Sopran
Unsuk Chin
Szenen aus der Oper „Alice in Wonderland“ (Deutsche Erstaufführung)
Charles Koechlin
Auszüge aus den Sinfonischen Dichtungen nach Kiplings „Das Dschungelbuch“

„Eine der wichtigsten Opern der Gegenwart“, so lobte die Kritik Unsuk Chins „Alice in Wonderland“. Die gebürtige Koreanerin Chin studierte in Hamburg bei György Ligeti. Für Ligeti war die Komposition einer Oper nach der Vorlage von Lewis Carrolls sinnenverwirrender Nonsens-Welt noch ein unerfüllter Wunsch geblieben. Chins realisierte das Vorhaben ihres ehemaligen Lehrers; ihre Oper über die „verdrehte Logik“ der kleinen Alice wurde von der Zeitschrift „Opernwelt“ zur „Uraufführung des Jahres 2007“ gekrönt. Die britische Sängerin Claire Booth sang die Alice bereits bei der Uraufführung der konzertanten Fassung, die Chin 2011 von ihrer Oper erstellt hatte. Wer sagt, dass es im Bereich der klassischen Musik nichts mehr zu entdecken gäbe? Die Musik von Charles Koechlin etwa ist im deutschen Konzertleben nahezu unbekannt. Dabei nannte György Ligeti Koechlin das „Verbindungsglied zwischen Debussy und Messiaen“. Die Geschichten aus Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“ müssen den gebürtigen Pariser Koechlin besonders fasziniert haben: Insgesamt fünf Symphonische Dichtungen nach dieser Vorlage verfasste er im Laufe von 40 Jahren. Der Dirigent Garrett Keast, der bei Christoph Eschenbach studierte und heute an der Deutschen Oper Berlin arbeitet, hat daraus einige Auszüge zusammengestellt.