Forellenquintett
NDR Kammerkonzerte
- Franz Schubert
- Klaviertrio Es-Dur D 929 | Klavierquintett A-Dur D 667 „Forellenquintett“
Wie unerschöpflich Franz Schuberts musikalischer Ideenreichtum war, kann man auch daran ermessen, wie verschwenderisch er mit seiner Kreativität umging: Jeder Anlass, Musik zu machen, war ihm recht, keine Vorgabe zu eng, und waren die Werke erst zu Papier gebracht, verschenkte er seine Manuskripte an Freunde oder verwarf gar großartige Musik mit frappierender Bedenkenlosigkeit. Einer von Schuberts größten Würfen, sein „Forellenquintett“, war eine reine Auftragsarbeit. Der Mäzen und Hobbycellist Silvester Paumgartner hatte die Lied-Melodie ausgewählt, die Schubert verwenden sollte, und die Besetzung vorgegeben: Das Werk sollte nach dem Vorbild eines Quintett-Arrangements des seinerzeit hoch geschätzten Johann Nepomuk Hummel gestaltet werden. Schubert akzeptierte alle Vorgaben und schuf 1819 für die eigenwillige Besetzung eines seiner bis heute beliebtesten Werke. Das Es-Dur Klaviertrio ist nach Ausdehnung und Anspruch eines der monumentalsten Stücke der Klaviertrioliteratur. Schubert schrieb das Trio 1827, doch als es seinen Freunden zu lang erschien und ein Verleger es ablehnte, strich er sein Meisterwerk rigoros zusammen. Alleine der erste Satz wurde um ein Drittel gekürzt. So ist jenes Werk, das heute zu den Lieblingsstücken vieler Kammermusikfreunde zählt, eigentlich ein Torso. – Und doch überragt der fast alles, was es in dieser Gattung sonst noch gibt.
Radboud Oomens Violine
Erik Wenbo Xu Viola
Christopher Franzius Violoncello
Michael Rieber Kontrabass
Elena Melnikova Klavier