"Trockne Blumen"
NDR Kammerkonzerte
- Johannes Brahms
- Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
- Franz Schubert
- Introduktion und Variationen über „Trockne Blumen“ e-Moll D 802 für Flöte und Klavier
- Ludwig van Beethoven
- Serenade D-Dur op. 25 für Flöte, Violine und Viola
Als Johannes Brahms 1854 die erste Fassung seines Klaviertrios H-Dur op. 8 komponierte, arbeitete er auch deutliche Anspielungen an zwei große Vorbilder in seine Musik mit ein: Je eine Lied-Melodie von Beethoven und von Schubert zitierte Brahms in diesem Jugendwerk. Fast vier Jahrzehnte später, im Jahr 1891, machte der Komponist sich an eine grundlegende Revision seines op. 8. Er habe dem Werk zwar „keine Perücke aufgesetzt, aber die Haare ein wenig gekämmt und geordnet“, schrieb er damals an den Freund Julius Otto Grimm. Bei dieser Gelegenheit kämmt der alte Brahms auch die Zitate aus, mit denen der junge Brahms sich noch vor seinen „Vätern“ verneigt hatte. Quasi zur Wiedergutmachung kombinieren die Musiker des NDR Sinfonieorchesters nun Brahms‘ Trio mit je einem Werk von Beethoven und Schubert: Dass der Großmeister des Heroischen in der Musik durchaus einen Sinn für (gehobene) Unterhaltungsmusik hatte, beweist Ludwig van Beethovens 1800/01 komponierte Serenade. Seinen Variationen über „Trockene Blumen“ legte Franz Schubert ein Lied aus seinem Zyklus „Die Schöne Müllerin“ zugrunde.
Wolfgang Ritter Flöte
Ruxandra Klein Violine
Jacob Zeijl Viola
Vytautas Sondeckis Violoncello
David Satyabrata Klavier