Salvatore Sciarrino
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Salvatore Sciarrino zum 70. Geburtstag

September 29, 2017, 20:00

Elbphilharmonie, Großer Saal, Hamburg
Barrierefreiheit
zzt. nicht verfügbar
Infos

Programm

Igor Strawinsky: Apollon musagète - Ballett

Salvatore Sciarrino: La nuova Euridice secondo Rilke (Deutsche Erstaufführung)

Hector Berlioz: Suite aus der Oper "Les Troyens"

Besetzung

Dirigent
David Zinman
Sopran
Barbara Hannigan

Hinweise:

Aufgrund der erwarteten starken Nachfrage, ist die Kartenabgabe pro Konzert auf max. vier Tickets pro Person begrenzt.
Wir weisen darauf hin, dass Rabattierungen (NDR Kultur Karte, Elbphilharmonie Card, U 30 & Schwerbehinderung) für die Konzerte des NDR Elbphilharmonie Orchesters im neuem Konzerthaus ab 1.1.2017 kontingentiert sind.

Ein gewerblicher Weiterverkauf der Tickets an Dritte ist nicht gestattet und hat die Sperrung dieser Karten zur Folge.

Eine Einführungsveranstaltung findet jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn statt.

Happy Birthday Salvatore Sciarrino

Salvatore Sciarrino ist ein Großmeister der Stille und der feinen Nuancen. 1947 in Palermo geboren, gilt er heute als einer der wichtigsten italienischen Gegenwartskomponisten. Aus Anlass seines 70. Geburtstages widmet der NDR dem Sizilianer einen Abend mit zwei Konzerten in der Elbphilharmonie.

Salvatore Sciarrino in der Elbphilharmonie

Sciarrinos Musik bewegt sich bevorzugt unmittelbar an der Grenze zur Stille. Feine, zerbrechliche Klänge und instrumentales Gewisper, irgendwo in der Grauzone zwischen geheimnisvollem Geräusch und musikalischem Ton, sind seine musikalische Visitenkarte. Darüber hinaus bedient der Komponist sich gerne und oft im „riesigen Gedächtnismagazin der Kulturgeschichte“: Literarische Fundstücke als Textvorlagen zeugen von seiner Liebe zum Wort; historische Figuren und mythologische Gestalten bevölkern die Welt des Musikdramatikers Sciarrino. Mythische Figuren bilden denn auch den roten Faden im Programm des Sinfoniekonzerts zu Ehren des Komponisten mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von David Zinman. Neben Igor Strawinskys Ballettmusik für den „Musenführer Apoll“ steht eines von Sciarrinos neusten Werken auf dem Programm: die Kantate „La nuova Euridice“, geschrieben auf zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke. Den Solopart bei der Deutschen Erstaufführung in der Elbphilharmonie übernimmt – wie schon bei der Uraufführung in Rom – eine der Powerfrauen der Musikszene: die Sängerin, Dirigentin und NeueMusikSpezialistin Barbara Hannigan. Sie sagt mit Recht von sich: „Ich interpretiere nicht, ich bin die Musik.“ Am 29. September ist die Sopranistin in Hamburg also Sciarrinos „neue Eurydike“. Und mit der Suite aus der monumentalen Oper „Les Troyens“ stellt David Zinman Hector Berlioz’ Beschwörung des Untergangs von Troja an das Ende dieses Abends über Mythen und Musen. Die Geschichte der Musik, die besonderen Traditionen eines Repertoires oder einer Gattung, schwingen in Salvatore Sciarrinos Werken immer mit. Wie sich der geschichtsbewusste Komponist zur geigerischen Virtuosität stellt, zeigt das Vorkonzert mit Michael Barenboim. Auf dem Programm stehen mit Tartinis „Teufelstriller“ Sonate und einer Auswahl aus Paganinis Capricci Paradewerke des Teufelsgeigertums. Dazu liefert Sciarrinos eigener CapricciZyklus einen hintergründigen Kommentar. Sciarrinos Landsmann und Kollege Luciano Berio pfl egte ein ähnliches Verhältnis zu seinen Vorbildern. In Berios Sequenza schwingt die Erinnerung an Bachs große Chaconne in dMoll mit. Vom idealen Interpreten seiner Musik verlangt Berio, dass er „dem Hörer fortwährend die Geschichte hinter jeder instrumentalen Geste bewusst machen muss“.

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