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Musikalische Stolpersteine 2020

Gründung Jüdisches Kammerorchester Hamburg 1934

Im Herbst 1934 hat der Violinist, Dirigent und Komponist Edvard Moritz das Jüdische Kammerorchester Hamburg gegründet. Dies bestand aus bekannten Musikerinnen und Musikern jüdischer Herkunft und arbeitete mit Solisten wie Ilse Urias, Jakob Sakom und Hertha Kahn zusammen.
In den vier Konzerten, die das spendenfinanzierte Kammerorchester innerhalb von vier Monaten gab, wurde dem Publikum ein vielfältiges Repertoire geboten, das sich aus Werken verschiedener Epochen vom Barock bis zur Moderne zusammensetzte. Händel, Corelli, Mozart, Tschaikowsky sind nur einige der berühmten Meister, neben denen auch zeitgenössische Komponisten wie Florent Schmitt oder Berthold Goldschmidt den Einzug ins Programm fanden. Durch das Berufsverbot für Juden war Edvard Moritz gezwungen, in die USA auszuwandern.
Das Orchester wurde aufgelöst.

Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg

Heute haben sich international tätige Musikerinnen und Musiker aus Hamburg die Wiederbelebung des Jüdischen Kammerorchesters zur Aufgabe gemacht. Damit möchten sie einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus leisten. So wurde 2018 unter der Leitung des Cellisten Pjotr Meshvinski das Jewish Chamber Orchestra Hamburg (JCO Hamburg) ins Leben gerufen.

Wir werden bei jeder Gelegenheit die Musik von Hans Krása, von Viktor Ullmann, von Gideon Klein und anderen jüdischen Komponisten spielen, um ihre Werke der Vergessenheit zu entreißen und ihnen ihre Namen wiederzugeben - und wir werden sie in eine Linie mit Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Robert Schumann stellen.

Pjotr Meshvinski

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