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Die ersten Elbphilharmonie Konzerte

Das dreiwöchige Eröffnungsfestival bietet Klassik vom Feinsten!

Elbphilharmonie Außenansicht Abends

Die Konzertsaison 2016/2017 des NDR Elbphilharmonie Orchesters brachte viele Veränderungen mit sich und lässt sich wohl am zutreffendsten mit dem Wort Aufbruchsstimmung charakterisieren. Während die erste Spielzeithälfte noch in der Laeiszhalle stattfand, hieß es zu Beginn des Jahres 2017, als das NDR Elbphilharmonie Orchester sein zeitgemäßes, künstlerisches Zuhause bezog: Tschüss Laeiszhalle, hallo Elbphilharmonie! Das Programm war abgestimmt auf das jeweilige Konzerthaus und präsentierte Stücke, die für die jeweiligen akustischen Bedingungen ideal waren. Hier erhalten Sie nähere Infos über die ersten Elbphilharmonie Konzerte.

Die Eröffnungskonzerte in der Elbphilharmonie

Im Januar 2017 war es endlich soweit: Die Elbphilharmonie öffnete zum ersten Mal ihre Türen! Die festlichen Elbphilharmonie Konzerte zur Eröffnung fanden am 11. und 12. Januar 2017 statt. Das vollständige Programm dieser beiden Elbphilharmonie Konzerte wurde lange Zeit noch geheim gehalten, aber eines war schon zu Beginn sicher: Das NDR Elbphilharmonie Orchester wollte unter der Leitung des Chefdirigenten Thomas Hengelbrock mit international hochkarätigen Solisten sowie dem NDR Chor und dem Chor des Bayerischen Rundfunks eine spannende, musikalische Reise unternehmen.

Tickets waren im freien Verkauf leider nicht erhältlich. Es wurden jedoch 1.000 Karten für beide Elbphilharmonie Konzerte unter den Interessenten verlost.

Weitere Elbphilharmonie Konzerte

Mendelssohns „Lobgesang“

Am Sonntagvormittag nach der Eröffnung der Elbphilharmonie um 11 Uhr spielte das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock ein weiteres Sonderkonzert: Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ – eine Sinfoniekantante aus dem Jahre 1840. Das Werk besingt das Lob Gottes, die Zuversicht, in schweren Zeiten auf den Glauben bauen zu können, und schließlich die Erleuchtung der Christenheit. Mendelssohns Werk steht in B-Dur und gliedert sich formal in zwei Teile, deren erster wie eine klassische Sinfonie mit allen denkbaren instrumentatorischen Abstufungen daherkommt, während der zweite Teil oratoriengleich das volle Klangpotenzial vom intimen Vokalsolo bis hin zum Hymnus des Chorfinales ausschöpft. Das große Aufgebot an Musikern und Sängern zelebrierte die Akustik des Großen Saals in all ihren Nuancen und brachte alle Möglichkeiten des Raums und seines Klangs zur Geltung.

Haydns „Schöpfung“

Joseph Haydns „Schöpfung“ war im dreiwöchigen Eröffnungsfestival der Elbphilharmonie das wohl brillianteste Stück. Von seinen England-Besuchen inspiriert schuf Haydn dieses große Werk von 1796 bis 1798. Das deutschsprachige Oratorium thematisiert die Erschaffung der Welt, wie sie in der Bibel geschrieben steht. Nach der „Vorstellung des Chaos“ weicht im aufklärerischen „Schöpfungs“-Libretto irgendwann die „Verwirrung … und Ordnung keimt empor“, bis alle Welt „mit Staunen“ das wunderbare Ergebnis des Sechstagewerks Gottes betrachten kann.

Das NDR Elbphilharmonie Orchester, der NDR Chor und eine wahrhaft himmlische Sängerschar brachten den Saal unter der Leitung von Thomas Hengelbrock am Donnerstag, den 19. Januar 2017 und am Freitag, den 20. Januar 2017 jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, den 22. Januar 2017 um 11 Uhr zum Klingen.

„Moses und Aron“

Arnold Schönbergs Musik verkörpert den Aufbruch ins Neue und Unbekannte und passte daher perfekt in die neue Konzertsaison des NDR Elbphilharmonie Orchesters, welches mit dem Umzug in seine neue, musikalische Heimat, im Januar 2017 endlich in eine neue Ära aufbrach. In seinem 1954 uraufgeführten Hauptwerk „Moses und Aron“ thematisiert der Pionier der Zwölftonmusik das Sich-Einlassen auf etwas, das nicht gesagt werden kann, das unsichtbar und unvorstellbar ist. Schönberg lässt Moses und Aron, die ungleichen Brüder, um eine Vermittlung des Nichtvermittelbaren kämpfen. Während Aron das israelische Volk mit Wundern und wohlgesetzten Reden führt und es mit dem Tanz um das goldene Kalb bei Laune hält, ringt Moses um die angemessene Artikulation seiner religiösen Vision. Schönbergs Opernfragment endet mit dem Satz „O Wort, du Wort, das mir fehlt.“ – Alles in allem also ein musikalisch-dramaturgisches Erlebnis, das letzten Endes viele religiöse und philosophische Fragen offen lässt.

Ich finde ihn faszinierend in seiner Geradlinigkeit, in der Kraft seiner Musik. Ohne Schönberg wäre die Moderne ganz anders verlaufen. Er hat es gewagt, aus dem bekannten System herauszutreten. Ich versuche mir immer vorzustellen, wie viel Mut man dafür haben musste, und kann das nur bewundern. – Ingo Metzmacher, Dirigent

„Konzerte für Hamburg“ als besonderes Highlight

Ein besonderes Highlight war die neue Konzertreihe „Konzerte für Hamburg“. In über 30 einstündigen Konzerten sollten alle Bürgerinnen und Bürger, die bisher vielleicht keine klassischen Konzertbesucher gewesen waren und die Elbphilharmonie dennoch mitfinanziert hatten, die Chance bekommen, die Meisterwerke der Klassik und das neue Konzerthaus bereits in den Eröffnungswochen kennenzulernen. Die insgesamt 60.000 Tickets waren ab einem Preis von 6 € zu haben und luden zum Ausprobieren ein. Sie sollten mit den Vorurteilen aufräumen, dass klassische Konzerte komisch und der Eintritt für die Elbphilharmonie viel zu teuer seien und jedem Bürger der Hansestadt Hamburg zeigen: Die Elbphilharmonie wurde auch für Sie gebaut.

Late Night – Klassik meets Pop

Das NDR Elbphilharmonie Orchester und N-JOY luden zur Late Night – dem neuen Konzertformat – in den Großen Saal der Elbphilharmonie ein. Die Besucher ließen sich eine Stunde lang von mitreißender Klassik faszinieren und genossen anschließend die Performance eines aktuellen Pop-Künstlers. N-JOY Moderatoren führten locker durch den Abend.

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