NDR Ticketshop Magazin

In vielen Städten in Norddeutschland ist der NDR Ticketshop die Anlaufstelle für Konzertkarten vieler Events in der Region. Von klassischen Konzerten der NDR Radiophilharmonie bis hin zu Festivals der NDR Programme, bei denen Weltstars die Bühne stürmen – wenn im Norden was los ist, bekommen Sie bei uns die Tickets. Dieses Musik- und Kulturmagazin wurde geschaffen, um Ihnen die ganze Vielfalt des Ticketshops noch näher zu bringen.

Großer Sendesaal im NDR Landesfunkhaus

Das NDR Landesfunkhaus Niedersachsen – mit Sitz direkt am Maschsee in Hannover – beherbergt diverse Radio- und Fernsehproduktionsstätten für Niedersachsen, den Norden und ganz Deutschland. Als Veranstaltungsort für erstklassige Konzerte hat sich das Gebäude bereits einen Namen gemacht. Vielen ist der Große Sendesaal als Spielstätte der NDR Radiophilharmonie ein Begriff. Chefdirigent Stanislav Kochanovsly und die 86 hochqualifizierten Musiker des Rundfunkorchesters lassen den Saal regelmäßig erklingen. Hier erfahren Sie alles rund um den Großen Sendesaal in Hannover und die nächsten Konzerte auf der neuen Bühne! Als ein in sich geschlossener Schallraum in Form eines Sechsecks ähnelt der Große Sendesaal von außen betrachtet einer riesigen, liegenden Bassgeige. Im Bühnenbereich finden 140 Musiker Platz. Mehr als 60 Mal im Jahr geben sie je 1.200 Zuschauern die Möglichkeit, in den Genuss von Konzerten auf höchstem Niveau zu kommen. Durch den Einbau spezieller Deckensegel mit integrierter Beleuchtung, ist die Akustik des Großen Sendesaals hervorragend. 2020 wurde der Bühnenbereich im Großen Sendesaal endlich fertig modernisiert. Die alte Bühne ist in die Jahre gekommen und sowohl ein stilistisch vielfältiges Repertoire, verschiedenste Konzerte anderer Veranstalter, als auch eine Sperrholzbühne als Übergangslösung zusammen mit vermehrten Sicherheitsbedenken, sind die Gründe für die Umbauarbeiten.

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Fabrik Hamburg

In der Barnerstraße in Altona befindet sich die Fabrik Hamburg und gilt als das erste und wohl bekannteste Kultur- und Kommunikationszentrum in Deutschland. Sie wurde 1971 von zwei Privatleuten, Horst Dietrich und Friedhelm Zeuner, in dem Gebäude einer ehemaligen, ca. hundertfünfzig Jahre alten Maschinenfabrik gegründet. Lesen Sie in diesem Artikel alles über die Geschichte der Fabrik Hamburg! Seit dem 25. Juni 1971 ist die Fabrik in Hamburg-Ottensen, einem Stadtteil im Bezirk Altona, ein bestehendes Kulturzentrum. Der Maler Horst Dietrich und Architekt Friedhelm Zeuner haben dieses in dem Gebäude einer ehemaligen Maschinenfabrik gegründet. 2012 hat Horst Dietrich, Träger des Max-Brauer-Preises 1993, die Leitung der Fabrik an Ulrike Lorenz übergeben. Besonders einzigartig ist das Gebäude aus der Gründerzeit aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur: ein hoher, kirchenschiffartiger Raum mit einer Holzträgerkonstruktion und umlaufenden Galerien in den zwei Stockwerken, die einen Blick auf das Geschehen in der Halle ermöglichen. Architekt Friedhelm Zeuner erhielt für den Umbau den Architekturpreis des Hamburger Senats. Als Denkmal der Industriegeschichte findet sich über dem Einlass ein alter Lastkran. Ein Feuer in der Nacht auf den 11. Februar 1977 ließ die Fabrik bis auf die Grundmauern abbrennen, wurde aber 1979 nach dem alten Vorbild und unter Verwendung von feuerfestem Bongossi-Holz wieder aufgebaut. Heute ist die Fabrik Hamburg bekannt für Kinder- und Jugendarbeit, Pädagogik und Politik, Lesungen und Diskussionen, Theater und Konzerte aller Art.

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Musikstadt Hamburg

Woran denken Menschen, wenn sie Hamburg besuchen? Der Hafen liegt bestimmt weit vorn, aber auch wenn es um das Thema Musik geht hat sich Hamburg – nicht nur in den Köpfen der Deutschen – als Musikstadt fest etabliert. Knapp 3.500 der insgesamt 166.000 Unternehmen in Hamburg sind laut Untersuchungen der Handelskammer Hamburg in 2014¹ der Musikwirtschaft zuzuordnen. Damit liegt Hamburg hinter Berlin auf Platz zwei im Deutschlandvergleich. Die Bruttowertschöpfung dieses Wirtschaftszweigs liegt bei 638 Millionen jährlich. Die Zahlen machen offensichtlich, dass die Medienstadt Hamburg nicht nur kulturell von Musik bereichert wird, sondern in wachsendem Maße auch wirtschaftlich. Wenig überraschend kommt die Tatsache daher, dass Musicals ein wichtiger Faktor für Tourismus und Wirtschaft in Hamburg sind. Rund 60 Prozent der Deutschen verbinden mit Hamburg und Musik an erster Stelle Musicals. Die gesamte Kundenwertschöpfung (inkl. Gastronomie, Unterkunft, Handel), die durch Musicals erzeugt wird, wird auf rund 580 Millionen Euro jährlich geschätzt. Um das Image Hamburgs als Musikstadt weiter zu voranzutreiben, werden nun alle Hoffnungen auf die Eröffnung der Elbphilharmonie gesetzt. Denn trotz der millionenhohen Bruttowertschöpfung der Musikwirtschaft, wird Hamburg laut einer Befragung nur als viertwichtigste Musikstadt in Deutschland erachtet. Wie sich Hamburg in der Vergangenheit in Richtung Musikstadt entwickelte und warum die Elbphilharmonie dazu beitragen kann, das Image weiter zu verbessern, lesen Sie hier in diesem Beitrag. Wie weit geht die Geschichte der Musik in Hamburg eigentlich zurück? Schon als die Stadt hauptsächlich wegen ihres Handels durch den Hafen bekannt war, blühte im Hintergrund die Musiklandschaft auf. Als 1678 das erste bürgerliche Opernhaus eröffnet wurde, die Oper am Gänsemarkt, beheimatete Hamburg schon die größte Bühne Norddeutschlands. Damals kamen bekannte Größen wie Georg Friedrich Händel Anfang des 18. Jahrhunderts nach Hamburg gereist, um im Opernorchester zu spielen. In Hamburg verfasste Händel mehrere seiner bekannten Opernstücke wie sein erstes Werk „Almira“, das zweite Stück „Die durch Blut und Mord erlangte Liebe“ sowie „Nero“ und „Florindo und Daphne“. 1803 erblickte Felix Mendelssohn Bartholdy in Hamburg das Licht der Welt, musste aber schon im jungen Alter aus politischen Gründen die Stadt verlassen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Johannes Brahms hier geboren und lernte von damals bekannten Komponisten das Klavierspielen. Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Gustav Mahler nach Hamburg zog, arbeitete er als Dirigent und Kapellmeister an der Oper am Gänsemarkt in Hamburg und komponierte verschiedenste Werke. Mit der Laeiszhalle entstand zu Beginn der 20. Jahrhunderts das erste moderne und bis dato größte Konzerthaus Deutschlands im Stil der Neobarocke. Die Elbphilharmonie soll das neue Hamburger Wahrzeichen werden und das Image als Musikstadt deutlich verbessern. Dass dies am Ende auch dem gesamten Tourismus in Hamburg zu Gute kommen kommt, steht außer Frage, bedenkt man den positiven Effekt auf Gastronomie, Unterkunft und Handel. Und die Chancen stehen bisher gut: Schon vor ihrer Eröffnung ist die Elbphilharmonie für 64,5% der Deutschen ein Grund, nach Hamburg zu fahren. Dies geht ebenfalls aus der Studie der Handelskammer aus 2014 hervor. Ein berühmtes Konzerthaus zu haben – und die Elbphilharmonie soll eins der 10 besten weltweit werden – ist, was eine Musikstadt für jeden zweiten Befragten ausmacht. So wundert es nicht, dass Städte wie Bayreuth, Dresden und Berlin noch stärker als Musikstadt betrachtet werden als Hamburg. Ein solch markantes Hamburger Wahrzeichen, wie die Elbphilharmonie es ist, gab es bisher in der Stadt noch nicht, was große Erwartungen bei der Musik- und Tourismusbranche hegt. Insgesamt wird das musikwirtschaftliche Potenzial der Elbphilharmonie auf circa 100 Millionen Euro jährlich geschätzt. Bei der Begründung der etwas abgeschlagenen Performance Hamburgs als Musikstadt Deutschlands wird häufig auch die Musikszene, insbesondere die klassische, unter die Lupe genommen. So scheinen die in Hamburg beheimateten Orchester noch nicht das gleiche internationale Renommee zu genießen wie etwa die Berliner Philharmoniker, die nach letzten Untersuchungen von 2008 auf Platz zwei der 20 Top-Orchester der Welt triumphierten. Besondere Aufmerksamkeit gilt demnach derzeit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, welches für zehn Jahre vertraglich als Residenzorchester in die Elbphilharmonie einzieht. Nach der letzten Studie von 2008 zählt es nicht zu den 20 Top-Orchestern der Welt. Doch die 2014 errungene Grammy-Auszeichnung „Best Classical Compendium“ für Christoph Eschenbachs Hindemith-Einspielung mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester lässt eine positive Entwicklung des Hamburger Orchesters erahnen. Nun ist es Aufgabe des NDR und der Elbphilharmonie ein Vermarktungskonzept zu verwirklichen, dass erstklassige klassische Konzerte mit den hohen Ansprüchen, die an die Elbphilharmonie gestellt werden, vereint. Eine deutliche Verbesserung Hamburgs in der Wahrnehmung als Musikstadt liegt dann zum Greifen nah. Erste Marketingansätze dahingehend gibt es bereits. Mit der Konzertreihe „Elbphilharmoniekonzerte“ bereiten das Residenzorchester und das neue Konzerthaus schon jetzt einen Weg, das Image Musikstadt in den Köpfen der Menschen zu verankern. ¹Handelskammer Hamburg (2014): Standpunktepapier Musikstadt Hamburg.

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