Kultur & Lesungen
29. Juli 2020
Fabrik Hamburg
In der Barnerstraße in Altona befindet sich die Fabrik Hamburg und gilt als das erste und wohl bekannteste Kultur- und Kommunikationszentrum in Deutschland. Sie wurde 1971 von zwei Privatleuten, Horst Dietrich und Friedhelm Zeuner, in dem Gebäude einer ehemaligen, ca. hundertfünfzig Jahre alten Maschinenfabrik gegründet.
Lesen Sie in diesem Artikel alles über die Geschichte der Fabrik Hamburg!
Seit dem 25. Juni 1971 ist die Fabrik in Hamburg-Ottensen, einem Stadtteil im Bezirk Altona, ein bestehendes Kulturzentrum. Der Maler Horst Dietrich und Architekt Friedhelm Zeuner haben dieses in dem Gebäude einer ehemaligen Maschinenfabrik gegründet. 2012 hat Horst Dietrich, Träger des Max-Brauer-Preises 1993, die Leitung der Fabrik an Ulrike Lorenz übergeben. Besonders einzigartig ist das Gebäude aus der Gründerzeit aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur: ein hoher, kirchenschiffartiger Raum mit einer Holzträgerkonstruktion und umlaufenden Galerien in den zwei Stockwerken, die einen Blick auf das Geschehen in der Halle ermöglichen. Architekt Friedhelm Zeuner erhielt für den Umbau den Architekturpreis des Hamburger Senats. Als Denkmal der Industriegeschichte findet sich über dem Einlass ein alter Lastkran. Ein Feuer in der Nacht auf den 11. Februar 1977 ließ die Fabrik bis auf die Grundmauern abbrennen, wurde aber 1979 nach dem alten Vorbild und unter Verwendung von feuerfestem Bongossi-Holz wieder aufgebaut. Heute ist die Fabrik Hamburg bekannt für Kinder- und Jugendarbeit, Pädagogik und Politik, Lesungen und Diskussionen, Theater und Konzerte aller Art.