Seong-Jin Cho
„Chos Spiel verbindet poetische Linienführung mit strukturierender Intelligenz“, „Virtuose Brillanz trifft erzählerische Poesie“: Ganz klar, Seong-Jin Cho gehört zu jenen Ausnahmetalenten, die nicht nur ihr Instrument perfekt beherrschen, sondern auch die Gabe haben, spannende musikalische Geschichten zu erzählen.
Ein Paradebeispiel hierfür ist das Programm des koreanischen Superstars: Denn es spannt nicht nur einen zeitlichen Bogen von Johann Sebastian Bach bis ins 20. Jahrhundert zu Arnold Schönberg, sondern spinnt auch einen thematischen Faden, der sich durch alle Werke zieht: Die stilisierten barocken Tanzformen in Bachs Partita finden ein Echo in den Tanzsätzen von Schönbergs Suite op. 25. Und der Wiener Walzer in Schumanns Faschingsschwank trifft auf Chopins Grandes valses brillantes, die in den Pariser Salons des 19. Jahrhunderts für Furore sorgten.