Fannys Salon
Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805-1847) war die musikalisch hochbegabte Schwester ihres berühmten Bruders Felix. Trotz massiver gesellschaftlicher Hemmnisse ihrer Zeit war sie als Komponistin, Konzertpianistin und Dirigentin äußerst produktiv. Eine große gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung erlangten ihre in ihrem Salon durchgeführten Sonntagsmusiken, die sie als alleinige Intendantin und Künstlerin ab 1831 bis zu ihrem Tod im Anwesen der Familie Mendelssohn am Hackeschen Markt in Berlin veranstaltete. In diesen Salons waren nahezu alle Musikgrößen ihrer Zeit als Musiker und Komponisten oft und gern gesehene Gäste.
Fanny Hensel führte in diesem Zusammenhang auch ihre Konzertouvertüre in C-Dur erstmalig als Dirigentin mit Musikern des Königstädtischen Theaters auf. Das Violinkonzert in e-Moll ihres Bruders wurde hier ebenso vorgetragen wie Kompositionen von Clara und Robert Schumann. Den äußerst schöpferischen und tief musikalischen Geist trug nach ihrem Tod ihre Freundin Clara Schumann an Johannes Brahms weiter, ein enger Freund Claras und Bewunderer Fannys.
So entstand die Idee dieses Konzertes unter dem Motto „Fannys Salon“.
Martin Lill drigiert die HOV
Martin Lill wurde in Hannover geboren, er absolvierte sein Dirigierstudium bei Prof. Martin Brauß und Prof. Eiji Oue in Hannover. Außerdem belegte er Meisterkurse bei George Alexander Albrecht und Kurt Masur. Martin Lill war langjähriger künstlerischer Leiter der Orchesterakademie Ski und Musik in Südtirol, des Mozart Symphony Orchestra, des Deutschen Juristenorchesters, der Orchesterphasen des Instituts zur Früh-Förderung Hochbegabter (IFF) sowie des Jungen Sinfonie Orchesters Hannover (JSO). Seit dem Wintersemester 2011/12 hat er einen Lehrauftrag für das Fach Orchesterleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Außerdem ist er Lehrer für Gehörbildung und Tonsatz an der Musikschule Hildesheim. Der Hannoverschen Orchestervereinigung ist Martin Lill als Dirigent und künstlerischer Leiter seit Dezember 2010 verbunden.
Solistin Felicitas Schiffner
Felicitas Schiffner hat sich in den vergangenen Jahren als eine herausragende junge Musikerin gezeigt. Bereits früh debütierte sie mit Orchestern wie der Philharmonie Baden-Baden und dem Göttinger Sinfonieorchester. Im April 2026 gab sie ihre Debuts mit dem Shanghai Symphony Orchestra, dem China Philharmonic Orchestra und dem Guangzhou Symphony Orchestra auf einer Konzerttournee durch China. Dazu trat sie in Festivals auf, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem "Kronberg Academy Festival", den „Festspielen Mecklenburg-Vorpommern“ und dem "Matsumoto Festival" in Japan.
Als eine leidenschaftliche Kammermusikerin tritt Felicitas Schiffner zudem regelmäßig in kammermusikalischen Konzertreihen auf. Als Dirigentin arbeitete Felicitas Schiffner mit Orchestern zusammen, wie der Philharmonie Jena, dem Nürnberger Sinfonieorchester und dem Kammerorchester Pforzheim und übernahm 2025 eine dirigentische Assistenz am Deutschen Nationaltheater Weimar.
Felicitas Schiffner, 1997 in Lübeck geboren, studierte bei Erik Schumann in Frankfurt am Main und bei Donald Weilerstein und Kim Kashkashian am New England Conservatory in Boston, USA. Derzeit studiert sie in der Soloklasse in Hannover bei Krzysztof Wegrzyn und dazu Orchesterdirigieren bei Ekhart Wycik und Gregor Bühl in Weimar.
Felicitas Schiffner ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe.
Die Hannoversche Orchestervereinigung
Die Hannoversche Orchestervereinigung (HOV) blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück und zählt damit zu einem der ältesten und traditionsreichsten sinfonischen Klangkörper im norddeutschen Raum. Das Orchester hat sich seit seiner Gründung 1874 zu einem modernen und leistungsstarken, vorwiegend aus Laien bestehenden Sinfonieorchester entwickelt, welches einen wesentlichen kulturellen Beitrag in der Musikszene von Hannover und der Region leistet. Seit Dezember 2010 liegt die musikalische Leitung in den Händen von Martin Lill. Die HOV konzertiert regelmäßig im Großen Sendesaal des NDR Konzerthauses in Hannover.